Hamburg (30.9.2022) – Nach den traditionsreichen Hamburg European Open im Juli und der Gruppenphase der Davis-Cup-Finals im September rückt Hamburg in diesem Oktober erneut in den Fokus der internationalen Tenniswelt. Dann heißt die Hansestadt die Stars der ATP-Challenger-Tour sowie die Top-Spielerinnen des ITF-World-Tennis-Circuits willkommen.

Die Turniere finden für Damen und Herren vom 16. bis 23. Oktober am Stützpunkt des Hamburger Tennis-Verbandes in Hamburg-Horn statt. Die Austragung eines sogenannten „Combined Events“ ist auf dieser Ebene des Profitennis eine Besonderheit und einmalig in Deutschland. Es ist damit quasi die kleinere Version des Rothenbaum-Turniers, das in diesem Jahr erstmals seit 44 Jahren wieder als kombiniertes Event stattgefunden hatte. Die Herren werden beim Challenger Hamburg um ein Gesamtpreisgeld von 45.730 Euro wetteifern. Beim Future-Nord-Damenturnier werden insgesamt 60.000 US-Dollar (umgerechnet rund 61.400 Euro) ausgeschüttet.


„Kleines Combined Event“ als weitere Aufwertung für den Tennisstandort Hamburg

„Wir haben bereits vor einigen Jahren in der Regionalliga Nord-Ost ein mit 10.000 US-Dollar dotiertes Damen- und Herrenturnier in Kaltenkirchen ausgerichtet. Dieses konnten wir im Laufe der Zeit erfolgreich ausweiten, so dass es in die Halle des Hamburger Tennis-Verbandes verlegt wurde. Parallel dazu veranstaltete der Deutsche Tennis Bund (DTB) in den Jahren 2019 und 2020 ein Challenger-Turnier, das allerdings im vergangenen Jahr eingestellt wurde“, erklärt Turnierdirektor Björn Kroll die Vorgeschichte.

Auch in dieser Saison war auf dem Gelände des Hamburger Tennis-Verbandes ein kombiniertes, mit jeweils 25.000 US-Dollar dotiertes Event im Rahmen der ITF-World-Tennis-Tour geplant, doch als die Herrenprofitennisorganisation ATP auf die Veranstalter zukam und anfragte, ob man die Turniere nicht aufstocken wolle, zögerten die Verantwortlichen nicht. „Wir betrachten das als Kompliment für unsere bisher organisierten Turniere und als eine weitere Aufwertung für den Tennisstandort Hamburg“, sagt Kroll. „Außerdem bietet sich den jungen deutschen Nachwuchsspieler*innen so die Möglichkeit wertvolle Erfahrung auf internationaler Ebene zu sammeln.“

Viel Zeit für die Vorbereitung bleibt den Veranstaltern jedoch nicht, da erst vor gut zwei Wochen die endgültige Zusage erteilt wurde. „Die Stadt Hamburg unterstützt uns nach Kräften. Das ist eine großartige Sache. Es ermöglicht uns, nach dem Rothenbaum-Turnier ein ‚kleines Combined Event‘ zu entwickeln, bei dem die Spieler*innen aus der Region miteingebunden werden können“, freut sich Kroll.

 

Attraktives Teilnehmer*innenfeld: Turnierdirektor hofft auf mehrere Lokalmatadorinnen

Angeführt wird die Meldeliste des Hamburg Challengers von Dennis Novak, der aktuellen Nummer 114 der ATP-Weltrangliste. Der 29-jährige Österreicher ist einer von insgesamt sieben Spielern aus den Top 200, die als Titelfavoriten ins Rennen gehen werden. Auf deutscher Seite wollen unter anderem Daniel Masur (Foto/ ATP 179/ Bückeburg) und Mats Moraing (ATP 246/ Mühlheim an der Ruhr) aufschlagen.

Bei den Damen dürfen sich die Zuschauer*innen auf gleich mehrere Hamburger Lokalmatadorinnen freuen. Mit der Teilnahme von Ella Seidel, die beim Juniorinnen-Turnier der US Open in diesem Jahr das Doppel-Finale erreichte, und der deutschen Meisterin von 2020, Noma Noha Akugue (WTA 306), wird fest gerechnet. Und auch auf die Teilnahmen von Tamara Korpatsch (WTA 100), die kürzlich beim 125er-Turnier in Budapest ihren ersten WTA-Titel gewann, und von Eva Lys (WTA 172), der deutschen Meisterin von 2021, hoffen die Veranstalter. Alle vier Hamburgerinnen schlagen für den Club an der Alster auf.  

„Ich stehe bereits in engem Austausch mit DTB-Chefbundestrainerin Barbara Rittner sowie Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann. Wir möchten möglichst vielen deutschen Spieler*innen die Möglichkeit geben, vor heimischem Publikum antreten zu können“, sagt Turnierdirektor Kroll.

 

Spitzentennis zum „Nulltarif“

Besucher*innen können sich auf internationales Spitzentennis freuen, wobei der Eintritt über die gesamte Turnierwoche kostenlos sein wird.

Im Vorfeld des Turniers – vom 07.10. bis 09.10. – finden zudem zwei mit je 6000 Euro Preisgeld dotierte Wild-Card-Events statt. Dabei winken den Sieger*innen nicht nur ein Scheck und wertvolle Punkte für die deutsche Rangliste, sondern auch Startplätze für die Qualifikation des anschließenden Profiturniers.

 

Inklusion und Nachhaltigkeit

Außerdem soll nicht nur dem Profisport eine Bühne geboten werden, auch Themen wie Kindertennis und Tennis für Menschen mit Beeinträchtigungen werden aufgegriffen. Britta Holstermann, Inklusionsbeauftragte von der Tennisverbände von Hamburg und Schleswig-Holstein, wird dabei am Finalwochenende (22. und 23.10.) das Projekt „Tennis for free“(www.tennis-for-free.de) vorstellen.

„Nachhaltigkeit ist uns auch ein großes Anliegen“, ergänzt Kroll. „Wir möchten Veranstaltungen umweltfreundlicher gestalten. Das ist eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen.“



Presse-Kontakt:
Florian Heer
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