Jakub Paul und Antonia Ruzic gewinnen das Turnier

Der Schweizer Jakub Paul und die Kroatin Antonia Ruzic haben das ITF Future Nord in der Hamburger Verbandshalle gewonnen. Bei Deutschlands einzigem kombinierten Damen- und Herren-ITF-Turnier, das mit je 25.000 US-Dollar dotiert ist, gewann der 22-jährige Eidgenosse Paul am heutigen Sonntag im Finale mit 6:4, 6:2 gegen den 21 Jahre alten deutschen Wildcard-Inhaber Henri Squire (ATP 614). Die 18-jährige Ruzic (WTA 727), wie Paul ungesetzt, profitierte beim Stand von 6:2, 4:1 von der Aufgabe der prominenten Ungarin Timea Babos (WTA 149). Die ehemalige Doppelweltranglisten-Erste Babos, die auch schon drei WTA-Titel im Einzel gewonnen hat, bestritt ihr Comeback-Turnier nach fünf Monaten Verletzungspause. Sie hatte wegen Hüft- und Achillessehnenproblemen an ihrem linken Bein auch Olympia verpasst. Im Endspiel bereitete ihr linkes Bein ihr nun wieder Schmerzen, diesmal im Adduktorenbereich.

„Es tut mir sehr leid, dass ich das Finale nicht zu Ende spielen konnte“, sagte die 28-jährige Babos mit Tränen in den Augen, die bei 1:4 im zweiten Satz noch ein „Medical Timeout“ genommen hatten, aber dann feststellte, dass sie keinen Ballwechsel mehr spielen konnte. Die vierfache Grand-Slam-Turniersiegerin im Doppel (zwei Australian-Open- und zwei French-Open-Titel gemeinsam mit der Französin Kristina Mladenovic) lobte das Organisationsteam des ITF Future Nord um Turnierdirektor Björn Kroll: „Ich hatte elf Jahre lang kein 25.000-Dollar-Turnier mehr bestritten, und ich muss sagen, dass die Organisation sehr professionell und sehr herzlich war. Für die erst 18-jährige Ruzic war es ihr zweiter Titel bei einem 25.000er-ITF-Turnier, nachdem sie bereits in der Vorwoche im portugiesischen Lagos gewonnen hatte.

Auch für den Herren-Sieger Jakub Paul war es sein zweiter Titel auf dem 25.000er-Future-Level. Er hatte im August auf Sand in Muttenz in seinem Heimatland triumphiert. „Dieser Erfolg hat mir wichtige Erfahrung gegeben. Ich freue mich, dass ich hier in Hamburg noch einmal so aufspielen konnte wie dort“, sagte Paul. Und er freute sich auch darüber, dass die Schweiz die erfolgreichste Nation beim Future Nord gewesen ist. „Es waren Schweizer Festspiele. Toll, dass die kleine Schweiz hier drei Titel nach Hause geholt hat!“ Den Herren-Doppeltitel hatten sich Yannik Steinegger und Leandro Riedi gesichert, im Damen-Doppel hatte die Schweizerin Ylena In-Albon an der Seite der Lettin Kamilla Bartone gesiegt.

Über den sehr starken Schweizer Nachwuchs sagte Paul: „Es ist sehr toll, dass wir jetzt sechs, sieben Jungs in einem Alter von 18 bis 24 haben, die auf einem guten Level spielen. Swiss Tennis macht einen super Job in der Nachwuchsarbeit. Und natürlich hat es auch mit Roger zu tun, da er die Jüngeren motiviert. Aber so einen wie ihn wird es nur einmal geben.“

Die letzten Worte der Veranstaltung gebührten Turnierdirektor Kroll, es waren Dankesworte: „Ich bedanke mich bei der Stadt Hamburg für die großzügige Unterstützung, ich bedanke mich bei der Regionalliga Nord-Ost als Veranstalter, beim Deutschen Tennis Bund, bei meinem ganzen Team und vor allem bei der Ärzte-, Physio- und Testing-Crew, dass bei uns das Motto ,Safety First' lautete und wir keinen einzigen Corona-Fall hatten." Außerdem betonte Kroll: „Sportlich haben wir hier hochklassiges internationales Tennis gesehen. Einige Gesichter wird man in Zukunft sicher auf der großen Bühne erleben. Ich denke, dass unser Future Nord eine Bereicherung für den Tennis-Standort Hamburg ist. Und wir sind auf einem guten Weg, dass es auch in den nächsten drei Jahren in Hamburg bleiben kann."

In den Doppelwettbewerben waren die Schweizer Tennisprofis am erfolgreichsten. Bei den Herren sicherten sich die Eidgenossen Leandro Riedi und Yannik Steinegger den Titel mit einem 6:3, 6:2-Erfolg über Vladyslav Orlov (Ukraine) / Viktor Durasovic (Norwegen). Bei den Damen siegte die Schweizer Nachwuchsspielerin Ylena In-Albon an der Seite ihrer lettischen Partnerin Kamilla Bartone. Die beiden besiegten Olivia Gadecki (Australien) / Sada Nahimana (Burundi) mit 6:4, 6:3.

Ergebnisse 

Draw Herren-Hauptfeld

Draw Damen-Hauptfeld

Draw Herren-Doppel

Draw Damen-Doppel

Herren-Qualifikation

Damen-Qualifikation

 

 

 Henri Suire und Jakub Paul

 

 

 

 

 

 

 

Jakub Paul (r.) gewinnt das Finale gegen Henri Squire 

 

 

Antonia Ruzic und Tomera Babos

 

 

 

 

 

 

 

 

Antonia Ruzic (l.) gewinnt den Damen-Einzelwettbewerb. Timea Babos

musste im Finale verletzungsbedingt

 

 

 

 Damen Doppel

 

 

 

 

 

 

 

Damen-Doppel-Siegerinnen: Ylena In-Albon (l.) und Kamilla Bartone.

 

 

 Damen Doppel Olivia Gadecki l. und Sada Nahimana

 

 

 

 

 

 

 

 

Damen-Doppel-Finalistinnen: Olivia Gadecki (l.) und  Sada Nahimana 

 

 

Herrn Doppel Sieger Leandro Riedi r. und Yannik Steinegger 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herren-Doppel-Sieger: Yannik Steinegger (l.) und Leandro Riedi

 

 Herren Doppel Finalisten Vladyslav Orlov Ukraine Viktor Durasovic Norwegen

 

 

 

 

 

 

 

 

Herren-Doppel-Finalisten: Vladyslav Orlov (l.) und  Viktor Durasovic 

 

Fotos: Claudio Gaertner 

 

 

eingestellt am 24. Oktober 2021 


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