Vorstand des Bezirks Süd verabschiedet sich

 

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Auf der Ordentlichen Mitgliederversammlung beim THC Ahrensburg gab der bisherige Vorstand eine Rückschau auf das Jahr 2015 und einen Rückblick auf die Zeit seit der Gründung im Jahr 1975. Dabei konnte der Bezirksvorstand zahlreiche Vereinsdelegierte aus 24 Vereinen, den Präsidenten Dr. Frank Intert und den Geschäftsführer des Landesvorstands, Thomas Chiandone, sowie die Vorsitzenden der Kreisverbände Lübeck und Stormarn begrüßen.


Jens Rautenberg, der Bezirksvorsitzende, zog eine Bilanz seiner 5-jährigen Arbeit. Seit seinem Start im Ehrenamt hat der Tennisverband fast 10 % seiner Mitglieder verloren. In 2015 haben fast 1.200 Mitglieder die 338 Vereine verlassen. Das Minus beträgt 2,5 %, wobei der Verlust im Bezirk Süd vergleichsweise mit minus 0,9 % moderat ausfiel. Ein Lichtblick und Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten für den Tennissport ist in den Augen von Jens Rautenberg der große Sieg der Kielerin Angelique Kerber in Australien. Kritik übte der Bezirksvorsitzende an der Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen dem Verbandspräsidium und den Bezirksvorständen. Er vermisst eine ergebnisoffene Diskussion auf Augenhöhe bei wichtigen Beschlüssen, die vor allem die Belange der Bezirke und deren Vereine betreffen. Eine nachträgliche Information per Internet ist keine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Auf Beschluss des Präsidiums wurden die Funktionen des Bezirksschatzmeisters sowie die Bezirksgeschäftsstelle abgeschafft. Das eigenständige Arbeiten im Bezirk ist bis auf die Arbeit im Jugendbereich und die Hobbyrunden als Breitensportangebot entfallen.

Dazu gehört auch der Wegfall der Bezirksumlage, die durch eine Beitragserhöhung des Verbands ersetzt wird. Vereinsdelegierte diskutierten heftig die Abschaffung der bisherigen Strukturen ohne ausgereifte neue Vorschläge. Jens Rautenberg lobte die organisatorischen Verbesserungen im Sportbetrieb vor allem durch die Einführung der Technologie NU-Liga. Er stellte fest, dass die Strukturveränderungen „keinen Stein auf dem Anderen lassen“. Die vertrauensvolle, harmonische Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern, mit den Kreisen und mit den Vereinen hat viel Freude bereitet, betonte Jens Rautenberg bei seinem Dank an die Delegierten.


Verbandspräsident Dr. Frank Intert, der direkt von der DTB-Zusammenkunft im Rahmen des Davis Cups aus Hannover zur Mitgliederversammlung kam, erläuterte in seinem Grußwort die Entwicklungen des Landesverbands und die allgemeine Situation im DTB. Die finanziellen Schwierigkeiten des DTB wirken sich auch auf die Landesverbände aus. Sie zwingen zu Sparmaßnahmen auf allen Ebenen und zu Beitragserhöhungen für jedes Mitglied. Die Strukturen in den 4 Bezirken im Land sind sehr unterschiedlich, deshalb ist eine Reform nötig. Sorgen bereitet die Besetzung von Ehrenämtern auf allen Ebenen. Eine Kommission, bestehend aus Vertretern von Land, Bezirken, Kreisen und Vereinen soll die Aufgabenverteilung neu festlegen. Eine Satzungsänderung des Verbands wird folgen.

 

Verbandsgeschäftsführer Thomas Chiandone ergänzte die Ausführungen zu den organisatorischen Änderungen im Verband und trug den Finanzpart vor. Er räumte Fehler im Rechnungswesen ein, die durch die Auslagerung entstanden sind. Chiandone wies auf die Einhaltung des Status der Gemeinnützigkeit hin, der zentral gesteuert besser kontrolliert werden kann. Bedenken aus dem Kreis der Delegierten, dass der gesunde Bezirk Süd andere Bezirke „heilen“ muss, wies er zurück. Die bestehenden Bezirks-Rücklagen wurden auch für die immensen Investitionen zur Einführung neuer Technologien eingesetzt. Die organisatorische Zusammenarbeit mit dem benachbarten Landesverband Hamburg wird künftig dringend nötig und auch auf weitere Landesverbände, wie Mecklenburg-Vorpommern, ausgeweitet. Die neuen Technologien bilden die geeignete Plattform.


Wolf Preuß, Bezirks-Sportwart und Mitglied im Landes-Sportausschuss, erhielt von allen Anwesenden größte Anerkennung für seine Arbeit, die er von der Gründung des Bezirks im Jahr 1975 bis heute geleistet hat. Als Gründungsmitglied, zusammen mit dem legendären Oskar Klokow und Dietrich Gahrmann, erlebte und gestaltete er die Zeit des Tennisbooms mit großem Engagement und Fachwissen. Kompetent, entscheidungsfreudig, stets korrekt und fair, organisierte Wolf Preuß den Sportbetrieb im Bezirk und war ein wichtiger Experte im Landes-Sportausschuss. Sein Bericht über das abgelaufene Sportjahr lobte die erfolgreiche Einführung des NU-Liga-Programms für die Durchführung der Punktspiele. Der „neue Kollege Computer“ erleichtert die Vorarbeiten bis hin zu den Ergebniseingaben und deren Auswertung. Das wurde von vielen zufriedenen Anrufern bestätigt. Freude haben Wolf Preuß in 2015 hervorragende Leistungen der Spitzenmannschaften aus Lübeck, Glinde und Ahrensburg gemacht. Herausragend ist der Auftritt Herren 30-Mannschaft in der 1. Bundesliga. Von den „großen“ 4 Turnieren im Bezirk - Rotspon-Cup des LTHC, Stadtmeisterschaften Lübeck bei LBV Phönix, Sieker Open und Maritim-Cup Travemünde -  fanden nur die 3 erstgenannten statt, aber in 2016 wird auch wieder das Turnier in Travemünde ausgetragen. Der Punktspielbetrieb ist in 2016 mit 416 Mannschaften (2015 – 418) weiterhin beliebt. Wolf Preuß wird die Punktspiele in 2016 als Staffelleiter weiter begleiten und als Ratgeber erhalten bleiben. In einem Rückblick auf 40 Jahre Tennisgeschichte im Bezirk Süd - einer Pionierarbeit bis hin zur perfekten Organisation - und einem erfolgreichen Leben für den Tennissport wurde Wolf Preuß, dem „Mister Bezirk Süd“, mit stehenden Ovationen gedankt. Ein herzliches Dankeschön galt auch seiner Frau Ulla und der Familie, die Wolf Preuß stets tatkräftig unterstützt haben.


Bärbel Mette, Bezirksreferentin für Breitensport und Schulsport, gab den Delegierten ebenfalls einen Abschiedsbericht. Der Breitensport-Wettbewerb „Freizeit-Runde für Seniorinnen und Senioren“ erfreute sich großer Resonanz. Er soll auch künftig fortgesetzt werden und von der neuen Bezirks-Sportwartin Andrea Nagel vorübergehend betreut werden. Bärbel Mette betonte, dass ihr die langjährige Zusammenarbeit mit allen Tennisbegeisterten, ob jung oder älter, viel Freude bereitet hat. Sie lobte auch die gute Zusammenarbeit mit den Vorständen im Bezirk und Land.


Der schriftliche Bericht des Jugendwarts Christian Schulz, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, wurde von Angela Elfert vorgetragen. Das neue Trainingskonzept mit den 3 Standorten in Glinde, Trainer Ole Wiederhold, in Lübeck, Trainer Markus Nagel, und Ratzeburg, Trainer Percy Rowlin, ist gut angelaufen. Dort wird die Spitze des Bezirks, in homogenen und leistungsstarken Gruppen, geschult. Derzeit befinden sich 37 Kinder im Training. An den Punktspielen beteiligten sich 221 Mannschaften (2016 sind 216 gemeldet). Christian Schulz berichtet auch umfangreich über die Turniere, die im Bezirk und auf Landesebene stattfanden. Die Ergebnisse und Berichte wurden im Internet bereits veröffentlicht.


Durch die Reduzierung des Bezirksvorstands auf einen Vorsitzenden, Sportwart/in und Jugendwart wurden auch die bisherigen Referenten Konrad Manzius (Altersklassen), Volker Gliewe (Lehrwesen), Hans-Peter Prues (Schultennis), Volkhard Esche (Schatzmeister) und Angela Elfert (Geschäftsstelle) mit Dank verabschiedet. Sabine Schulz (Regelkunde und Schiedsrichterwesen) ist auf Landeseben im Amt.


Für die Wahl eines Vorsitzenden kandidierte der bisherige Bezirksschatzmeister Volkhard Esche vom TC Barsbüttel. Er wurde einstimmig gewählt und wird den Bezirk beim Landesvorstand vertreten. Er hofft auf eine baldige Klärung der Aufgaben und Zuständigkeiten der Bezirksvorsitzenden.


Als Nachfolgerin von Sportwart Wolf Preuß wurde Andrea Nagel vom THC Ahrensburg in Abwesenheit einstimmig gewählt. Sie ist im Sportgeschehen sehr erfahren, denn sie war bereits Sportwartin in ihrem Verein und hat sich auch als Staffelleiterin im Punktspielbetrieb bewährt.


Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Jens Rautenberg  bei Lars Borgstede, Vertreter des Gastgebervereins THC Ahrensburg, für die Gastfreundschaft, und wünschte allen Tennisfreunden ein gutes Gelingen der künftigen Zusammenarbeit auf allen Ebenen und viel Erfolg und Freude beim geliebten Tennissport. Die Delegierten, das war deutlich zu spüren, waren über die Entwicklung verunsichert und auch etwas skeptisch. Vielleicht bringt die Landes-Mitgliederversammlung am 12. März in Kiel das verlorene Vertrauen zurück.


Otmar Ringel

 


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