1991

Nach dem Sieg in Wimbledon gegen das damalige deutsche Tennis-Idol Boris Becker titelten die Elmshorner Nachrichten am Montag, 8. Juli 1991: Der neue Tenniskönig kommt aus Elmshorn. Michael Stich. Dieses Ereignis war die sportliche Sensation in Elmshorn, ja, in ganz Norddeutschland seit Fritz Thiedemanns legendären Erfolgen in den 1950er Jahren im Reitsport.

Die sportliche Karriere für unser heutiges Ehrenmitglied begann mit fünf Jahren beim Lawn-Tennis-Club Elmshorn (LTC). Diesen traditionsreichen Tennisverein gründeten elf Bürger der Stadt Elmshorn im Jahre 1896. Zum damaligen Zeitpunkt gab es in Schleswig-Holstein lediglich einen, Rendsburg, und im Deutschen Reich nur etwa zwei Dutzend Tennisvereine. In die Entwicklung des weißen Sports griff Michael Stich 77 Jahre später als Fünfjähriger ein. Zunächst unauffällig, später etwas auffälliger, um dann ab 1986/1987 die Szene immer mehr zu beherrschen.

Als 16-Jähriger schlug Stich bei den Ersten Herren des LTC auf und zog mit ihnen in die Regionalliga ein. Im selben Jahr spielte er beim Jugendturnier der internationalen amerikanischen Meisterschaften in „Flushing Medows“, New York. Zuvor gehörte er zur DTB-Mannschaft und spielte unter anderem in Aragon, danach in Lissabon bei den Jugendeuropameisterschaften. Es folgte ein Flug nach Montreal, um an den Internationalen Jugendmeisterschaften von Kanada teilzunehmen. 1987 gewann er die Deutschen Jugendmeisterschaften und die Norddeutschen Hallenmeisterschaften. Beim internationalen Tennis-Turnier in Kellinghusen, dem Stör-Pokal im Rahmen des Warsteiner Grand-Prix, siegte er im Finale gegen Karsten Braasch, kassierte Punkte für die deutsche Rangliste und einen seiner ersten größeren Schecks

1990 folgte sein erster Einsatz im Daviscup und mit Carl-Uwe Steeb und Eric Jelen gewann das Team in Bremen gegen die Niederlande. Mit 19 Jahren gewann das technisch als perfekt geltende Tennis-Ass sein erstes Grand-Prix-Turnier, und zwar am 4. März in Memphis/USA gegen Wally Masur.

Ohne Zweifel zählte jedoch der Sieg in Wimbledon zu den sportlichen Höhepunkten der etwa zehnjährigen Tennis-Karriere. Unvergessen: Als Michael Stich am Freitag, 5. Juli 1991, im Halbfinale gegen die Nummer eins der Tenniswelt und gegen den Titelverteidiger Stefan Edberg den Matchpoint holte. Im Finale schlug er dann Boris Becker 6:4, 7:6, 6:4.

Nach dem grandiosen Erfolg in Wimbledon setzte Michael Stich seinen Weg nach oben auf der Weltrangliste durch weitere Erfolge bei internationalen Turnieren fort. 1992 zählte Stich zu den Olympiasiegern von Barcelona. Gemeinsam mit Boris Becker gewann er Gold im Doppel. Und mit John McEnroe gewann er in Wimbledon das Doppel-Finale. Fünf Stunden und eine Minute dauerte dieses Match. Schließlich siegten Stich/McEnroe gegen das eingespielte amerikanische Duo Richey Reneberg und Jim Grab mit 5:7, 7:6, 3:6, 7:6 und 19:17 (!!). 1993 hieß der ATP-Weltmeister Michael Stich. Im selben Jahr wurde Stich Daviscup-Sieger. Und er wurde auch Sieger beim Rothenbaum-Turnier in Hamburg.

Landesmeister Damen und Herren: Antonia Homolya (Olympia Neumünster), Christoph Grünewald (Olympia Neumünster)

Die Senioren der AKII von Olympia Neumünster wurden Norddeutscher Hallenmeister

Tanja Karsten (Jahrgang 76), TC Friedrichsgabe, wurde in die DTB-Fördergruppe berufen. Sie wurde Deutsche Meisterin im Doppel.

Jugend: Tanja Karsten (DTB-Rangliste 4),Arne Kreitz , LTC Elmshorn (4), Michaela Seibold, Oststeinbeker SV (6). Weitere 12 Spieler(innen) aus SH  stehen unter den ersten 30 Plätzen.

Der Verband hat 23.500 jugendliche Mitglieder. Der weibliche Anteil beträgt 40%.

Thies Röpcke, LTC Elmshorn, Jungsenior, gewinnt die Norddeutschen Meisterschaften. Auf der deutschen Rangliste belegt er Platz 7.

Landesmeisterschaften Senioren Sieger(innen):

Halle: Freya Reimers (AKI), Bernd Langner (AKI), Helmut Behrens (AKII), Hans-Jürgen Voß (AKIII)

Feld: Heinke Weide (AKI), Gunnar Ziesenitz (AKI), Stefan Tarapacki (AKII), Dr. Peter Voß (AKIII)

Jungsenioren: Ernest Spiller, TC Geesthacht, wird Landesmeister ohne Satzverlust und schlägt fast die gesamte Landesspitze. Manfred Schütt/Söhnke Klang Doppel-Landesmeister. Hallenverbandsmeister wird im Einzel (Winter) Manfred Schütt, TC Kellinghusen. Im Doppel gewinnen Schütt/Christof Rickers (ebenfalls TC Kellinghusen. Die Damen-Konkurrenz ist sehr schwach besetzt. Sie gewinnt E. Plaumann , LTC Elmshorn.

1992

Landesmeister Damen und Herren: Antonia Homolya (Olympia Neumünster), Helge Capell (Olympia Neumünster)

Als einziger norddeutscher Verein stellt Olympia Neumünster 5 Regionalliga-Mannschaften im Sommer, auch Phönix Lübeck ist mehrfach vertreten.

Tanja Karsten (TC Friedrichsgabe) wird Deutsche Vizemeisterin der AK 2 (Halle). Sie steht in der deutschen Jugendrangliste auf Rang 4.

Michaela Seibold (Oststeinbeker SV) wird Deutsche Meisterin im Doppel AK I. Sie steht in der deutschen Jugendrangliste auf Platz 3.

Philipp Hammer (TSV Glinde) steht auf der Rangliste auf Platz 3, Arne Kreitz (LTC Elmshorn) auf Rang 5.

Seniorentennis: John Martens wird Vizeeuropameister (in der Halle) sowohl im Einzel als auch im Doppel. Helga Spitzkowski wird Norddeutsche Freiluftmeisterin.

 

1993

Landesmeister Damen und Herren: Irina Zvereva (1.Kieler HTC), Sergej Eshov (THC Neumünster)

Zum ersten Mal in der Geschichte der Internationalen Meisterschaften von Deutschland am Rothenbaum in Hamburg gewinnt mit dem Elmshorner Michael Stich ein Schleswig-Holsteiner das Herren-Einzel. 

Landesmeisterschaften, Halle: Elfriede Grewsmühl (40), John Martens (45), Ernst-Günther Ehmke (50), Horst Zimmermann (60).Feld: Dagmar von Glan-Witte (40), Heiner Wohltmann (45), Ernst Günther Ehmke (50), Dieter Becker (55).

Renate Schröder wird Europameisterin (Halle, Damen 50). John Martens wird in der Halle Europameister bei den Herren 45.

1994

Landesmeister Damen und Herren: Mirja Wagner (TC Friedrichsgabe), Tim Reichelt (1. Kieler HTC)

Deutsche Meister (Halle) Elfriede Grewsmühl und Harald Vollbach (Mixed 45), Horst Zimmermann und Peter Schönbörner aus Leverkusen (Doppel 65).

Philipp Hammer (Jg. 81, TSV Glinde) ist in den C-Kader und Mariejeta Krivic (Jg.,84, TK Mölln) in den D/C-Kader des DTB berufen worden.

Deutsche Freiluftmeisterin Renate Schröder mit Heide Orth (Doppel 50), Elfriede Grewsmühl und Harald Vollbach (Mixed 45).

Landesmeisterschaften

Halle: Renate Schröder (Damen 40), John Martens (45), Ernst- G. Ehmke (50), Dieter Becker (55), Horst Zimmermann (60); Feld: Renate Schröder (40), Peter Bläsche (45), Ernst- G. Ehmke (50).

Ernst-G. Ehmke wurde Norddeutscher Meister (Herren 50)

 

1995:

Landesmeister Damen und Herren: Michaela Seibold (VfL Damp-Vogelsang), Dean Danzi (THC Ahrensburg)

Hallenverbandsmeister :

Dagmar von Glan-Witte ( Olympia Neumünster, Damen 40), Randolph Peters (Phönix Lübeck, Herren 45), Ernst-G. Ehmke (Olympia Neumünster, Herren 50), Dieter Becker (Travemünder THC, Herren 55), Jens Rautenberg/Randolph Peters (beide Phönix) Verbandsmeister im Doppel 45

Deutsche Freiluftmeisterschaften im Mixed gewannen Renate Schröder/Dieter Capell, Herren-Doppel 40: Sieger Ernst-G. Ehmke/Dieter Langnickel (beide Olympia Neumünster).

Norddeutsche Meister Dieter Capell (Herren 50).

Jungsenioren: Willi Weyel (Schwartau) wird Verbandsmeister. Manfred Schütt/Thomas Runge (beide TC Kellinghusen) gewinnen die Doppel-Konkurrenz bei den Verbandsmeisterschaften.


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