Die Arbeit am Archiv wird sukzessive fortgesetzt

1956

Es gibt ein „amtliches Organ des Landestennisverbandes – „Schleswig-Holsteinisches Tennisblatt“. Am 1. Mai 1956 erscheint die erste Ausgabe mit einem Rückblick auf 1955.

 

1959:

Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. 11. 1959 sind 12 Vereine vertreten.

Lehrgänge des TV SH für die Jugend werden gefördert vom Sportförderungsausschuss und vom Bundesjugendplan.

Es wird eine Verbandszeitung beschlossen, die auf je zehn Mitglieder (Anm.: gemeint sind wohl die Mitglieder der angeschlossenen Vereine) ein Exemplar kommt.

Die „Geschäftsstelle“ des Verbandes wechselt am 1. April 1959 von Elmshorn nach Kiel.

1960:

 

1961:

Dem Verband gehören 53 Vereine an.

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Zahl der Spieler und Spielerinnen mehr als verdoppelt.

115 Mannschaften kämpften um Meisterehre und um einen Aufstieg.

Auszug aus dem Bericht des Verbandsjugendwartes:

Vielen unseren Jugendlichen fehlen die physischen Voraussetzungen für das Tennisspiel, das Schnelligkeit, Kraft Ausdauer Lauf- und Sprungvermögen sowie Bewegungsfreudigkeit und Spielsinn erfordert. Es ist seit langem zu einem ausgesprochenen Kampfsport geworden. Bevor ein Jugendlicher überhaupt anfängt, Tennis zu spielen, müssen die physischen Voraussetzungen dafür Vorhandensein. Von Natur aus sind sie ihm nicht gegeben.  Es kann nicht oft und eindringlich genug wiederholt werden,  dass Tennis nicht durch Tennisspielen allein gelernt werden kann.  Ein hartes Training von zweimal 20 Minuten mit einer  ¼ Stunde Pause, das auf das Üben der Grundschläge, Flugbahn und Aufschlag abgestellt ist und, mit wiederum 15 Minuten Pause, mit einem freien Spiel zu Zweien von 20 Minuten abschließt, beansprucht den Jugendlichen in den Grenzen seiner Dauerleistungsfähigkeit. Viele Jugendliche werden viel zu früh Vereins- und Stadtmeister. Sie finden oft nicht die Relation ihrer Leistung zu der der älteren, ihnen überlegenen Generation, deren Ehrgeiz sich auf den beruflichen Erfolg verlagert hat und daher auch nicht die Zeit für viele Turniere aufbringen kann.  Als Meister werden Jugendliche viel Ernster genommen als ihnen guttut.

Auszug aus dem Bericht für Seniorenspieler:

Ein schönes Lied beginnt „Man müsste noch mal 20 sein“, wirklich? Der Kommentator hat seine schönsten Jahre im Tennis nach dem Kriege erlebt, als er beschwert mit der Last der „45“ ging.  Sollen auch der Idealismus und der Ehrgeiz vielleicht bei vielen jüngeren Spielern wacher sein,  so ist doch die Empfindung über die Freude eine Sieges gewiss nicht geringer bei einem Seniorenspieler.

Es wird erstmalig ein Jahresheft zur Mitgliederversammlung, in dem auch Vereine zu Wort kommen, verschickt. 

 

1962:

Die kurzfristig anberaumt Polio-Schluckimpfung in Schleswig-Holstein und das schlechte Wetter in den ersten Monaten der Sommersaison gefährdeten ernsthaft den Terminplan für den Spielbetrieb.

Schultennis: Die Frage, ob der Tennissport auch in den Schulen eingeführt werden soll, ist nicht neu. Schon in den 1930er Jahren war Tennis zu einem Pflichtfach bei der Turnphilologenausbildung an den Hochschulinstituten für Leibesübung erhoben worden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Tennis in vielen Schulen eingeführt. Es stellt sich die Frage, ob Schultennis auch in Schleswig-Holstein eingeführt werden sollte. In den Vorschlägen zur Neubearbeitung der Richtlinien für die Mittelschulen ist Tennis im Unterrichtsplan einbezogen worden. Der Verband will sich mit der Frage Schultennis und Vereine beschäftigen.

 

Mit dem Tennisball über die Mauer 

"Münchhausen ritt mit einer Kanonenkugel über feindliche Mauern.  Unsere Geschichte ist keine Münchhausiade, sondern die Wirklichkeit des Jahres 1962 in Deutschland. Trotz aller Vorbehalte nahm die TG Ravensberg ihren Spielverkehr mit einem Leipziger Club wieder auf und erreichte, was in der Bundesrepublik ziemlich einmalig sein dürfte: den Gegenbesuch der vollen ostzonalen Mannschaft in Kiel. Bei der Rückfahrt blieb ein Platz leer. Ein Landsmann hatte, was ihm  sonst schwerlich möglich gewesen wäre, seine lange getroffene Entscheidung für  das Leben im Westen verwirklichen können. Dass es just der nämliche war, der  die gesamte Organisation der Begegnung in Händen hatte, war eine zusätzliche,  für die begleitenden Funktionäre besonders bestürzende Pointe. Man mag uns mit Vorwürfen kommen, dass wir an dem Sportverkehr mit der Zone festgehalten haben,  die Freiheit für einen einzelnen ist gewiss kein schlechtes Gegenargument."     (Aus Ravensberger Chronik 1962, Dr. Hans Eckert)

1963:

Es geht in allen Bereichen kontinuierlich Aufwärts

TC Hohenlockstedt und Turnverein Trappenkamp werden Mitglieder

Insgesamt hat der Verband 60 Vereine

175 Mannschaften beteiligten sich am Wettspielbetrieb, Erwachsene und Jugendliche.

Es gab 12 Lehrgänge mit 210 Jugendlichen

  

1964:

Wahlstedt und Altenholz werden Mitglieder des TV.


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